Abschied
Manchmal gibt es diese besonderen Tage als KlinikClown.
Das sind die Tage, an denen ein lieber Mensch, den man oft viele Jahre regelmäßig besucht hat, sich genau an dem Tag aus dem Leben verabschieden möchte, wenn man im Hause ist, um ihn zu besuchen.
Ein besonderes Geschenk ist es dann für uns, wenn die Kinder verstehen, dass ihre sterbenden Eltern Verbindungen hatten, die sie selbst vielleicht gar nicht mitbekommen haben. Weil sie zum Beispiel selten an einem Clownstag im Haus waren. Dass Mutter oder Vater diese merkwürdigen bunten Gestalten, die musizierend durch die Gänge spazieren, als wären sie hier Zuhause, kannten und mochten.
Wenn wir also an ihre Tür klopfen und uns jemand öffnet, der wohl vertraute Gesichtszüge in sich trägt und wir gleich verstehen, dass die Familie in diesem Moment zusammen gekommen ist. Uns ein unverständiger Blick begegnet, der sagt, dass unser Besuch heute der unpassendste im ganzen Universum ist – ja fast schon geschmacklos anmutet, im Angesicht des Todes.
Wenn sie uns dann nicht sofort wegschicken, sondern uns in die Augen sehen. Wenn sie begreifen und verstehen. Und uns hinein bitten, damit wir einen letzten Blick auf den Menschen werfen dürfen, mit dem wir soviel gelacht, gesungen und geratscht haben. Uns zuschauen, wie wir uns leise und respektvoll verabschieden.
Dann sind wir wohl doch für einige Augenblicke die Paradiesvögel, an die man sich später erinnert.
In helleren Tagen.















